New Orleans soll zweites Las Vegas werden

2.jpg

Nach den schweren Verwüstungen durch Hurrikan "Katrina" soll aus New Orleans nach Willen von Bürgermeister Ray Nagin ein zweites Las Vegas werden. Um die zerstörte Wirtschaft anzukurbeln und Geld in die leeren Stadtkassen zu bringen, soll in größeren Hotels Glücksspiel erlaubt sein.

Der Plan, der einen groß angelegten Kasino-Bezirk entlang der berühmten Canal Street vorsieht, muss aber erst vom Staat Louisiana gutgeheißen werden. Es sei jetzt an der Zeit, die ausgetretenen Pfade zu verlassen und neue Ideen zu verfolgen, sagte der Bürgermeister der Lokalzeitung "Times Picayune".

Glücksspiel-Lizenzen sollen nach seinem Vorschlag alle größeren Hotels mit mindestens 500 Zimmer bekommen. Bisher gibt es im Zentrum von New Orleans ein Kasino, außerdem gibt es drei Boote, auf denen Glücksspiel gestattet ist.

In der weltbekannten Bourbon Street haben einige Striptease-Lokale und Kneipen bereits wieder geöffnet. Das übliche Touristenpublikum bleibt zwar noch aus, die Gäste gehören stattdessen oft zu den Bau- und Rettungsmannschaften.

"Wir wollen wieder auf der Bourbon Street feiern", verkündete auch Bürgermeister Nagin. Er setzte eine Kommission ein, die einen Plan für den Wiederaufbau erarbeiten soll.

Die Stadt war Ende August nach dem Hurrikan "Katrina" weitgehend überflutet worden. Die meisten der 500.000 Einwohner waren geflüchtet. Unterdessen ist der Großteil der Stadt wieder geöffnet worden.


Close